Archiv für: Oktober 2008

Berufsauswahl

von Ines Sey E-Mail

Ich habe ja letztens geschrieben, dass Unis für Bewerber die Berufsauswahl aufgrund eines Tests treffen. Heute war im Focus ein Artikel, der meinen - zunächst sicherlich absonderlich erscheinenden - Gedanken unterstützt.

Kinder fragen am häufigsten ihre Eltern, wenn es um Berufsauswahl geht, weil diese Talente ihrer Kinder am besten kennen. Manchmal wollen Eltern aber auch, dass das Kind etwas wird, was überhaupt nicht ihrem Talent entspricht, einfach, weil es eine höhere Reputation verspricht. Dann kommt es zu der Erkenntnis, dass im Schnitt jeder fünfte Jugendliche seine Lehre nicht beendet und dies ist mit unbedachter Berufswahl begründet.

Quelle: Focus (zum Artikel hier klicken)

Ansehen von Fächern und Wissenschaftsdisziplinen in der Gesellschaft

von Ines Sey E-Mail

Interessanterweise habe ich keiner der drei Universitäten einen Schwerpunkt in Naturwissenschaften gegeben. HU wird ihren Schwerpunkt in Philosophie haben, LMU in Ethik und Geschichte und Uni Göttingen in internationaler Kultur, internationaler Politik und internationaler Wirtschaft. Dabei hätte ich mir durchaus die TU München als exzellente Ingenieursschmiede aussuchen können. Habe ich aber nicht.

Und ich glaube, das nutze ich gleich als Aufhänger. Meine drei auserwählten Unis werden die in der Geschichte bekanntesten, beliebtesten und besten Unis Deutschlands sein. Sie sind diejenigen, die in Rankings am höchsten abschneiden, an die alle wollen. Es wird die Ivy League der deutschen Unis sein. Alle drei sind ja auch sehr alte Unis. Das passt. Theoretisch könnte ich noch weitere Unis mit reinnehmen, aber es würde nur Komplexität unnötig erhöhen. Diese drei Unis werden in der Geschichte auch die Stellung der einzelnen Wissenschaftsdiziplinen in der Gesellschaft repräsentieren. Dementsprechend werden in der Gesellschaft Ingenieure und Naturwissenschaftler nicht so hoch angesehen werden, auch wenn sie unbedingt von der Wirtschaft gebraucht werden, ebenso wie Mediziner und Lehrer.

Das wird witzig. Es wird auch bedeuten, dass Politiker angesehene Leute sind, da ja Uni Göttingen ihren Schwerpunkt dort hat. Na ja, vielleicht muss ich das noch einmal überdenken - welches Volk mochte schon zu irgendeiner Zeit wirklich seine Politiker oder Herrscher. Aber vielleicht könnte ich es so drehen, dass internationale Politiker sehr gut angesehen sind, weil sie das beste für das eigene Land herausholen. Das mögen Leute wiederum.

Georg Augusta Universität Göttingen Spezialisierung

von Ines Sey E-Mail

In den letzten Artikeln habe ich die HU Berlin und die LMU München vorgestellt. Nun ist die dritte Universität, die ich mir ausgesucht habe, dran und zwar die Georg Augusta Universität in Göttingen. Dafür fällt mir gar keine Abkürzung ein, denn keinen, den ich kenne würde GAU Göttingen sagen. Also wird es bei mir auch die Uni Göttingen sein.

Interessanterweise finde ich gerade auf der Startseite einen Hinweis, dass die Uni Göttingen schon die zweite Auslandsrepräsentanz eröffnet hat, erst in Indien und jetzt in China. So eine richtige Fächerspezialisierung konnte ich auch bei der Profilbeschreibung der Uni Göttingen nicht erkennen. Sie schreiben, dass sie sich als "international bedeutende Forschungsuniversität mit Schwerpunkten in der forschungsbasierten Lehre [versteht]. Sie zeichnet sich aus durch die Vielfalt ihrer Fächer insbesondere in den Geisteswissenschaften, durch die exzellente Ausstattung in den Naturwissenschaften sowie die herausragende Qualität ihrer Forschung in den profilgebenden Bereichen."

Das kann auch wieder alles oder nichts bedeuten. Ich werde es einfach als Hinweis sehen, dass sie die Geisteswissenschaften als erstes erwähnt haben. Dementsprechend schreibe ich der Uni Göttingen eine Spezialisierung in en Geisteswissenschaften insb. mit internationalem Bezug hat. Unter Geisteswissenschaften verstehe ich hier wie sie auch selbst in ihrem Leitbild mitteilen das kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben. Also sind die dahinter stehenden Fächer Kulturwissenschaften, Politik und Wirtschaft.

Ludwig Maximilian Universität München Spezialisierung

von Ines Sey E-Mail

Das letzte Mal schrieb ich über die HU Berlin. Dabei musste ich feststellen, dass die Uni selbst keine wirkliche Spezialisierung erkennen ließ. Also habe ich ihr die Philosophie als Spezialisierung zugeschrieben.

Heute schaue ich mir die LMU München an. Auf den ersten Blick sehe ich auf ihren Seiten überhaupt keine Spezialisierung. In ihrem Selbstverständnis sagen sie "Als echte „universitas“ hat die LMU den Auftrag, für die zunehmend komplexer werdenden Zukunftsfragen um Mensch, Gesellschaft, Kultur, Umwelt und Technologie, fächerübergreifend problemorientierte Lösungsansätze zu entwickeln."

Gleichzeitig sagen sie aber auch: "Die Leitidee der „universitas“ steht auch für umfassende Bildung, die soziale Kompetenzen sowie kritisches Werte- und Geschichtsbewusstsein einschließt." Soziale Kompetenzen ist irgendwie Metawissen. Aber Werte kann ich klar der Ethik und Geschichte der Geschichte zuordnen. Ich mache es mir einfach und deklariere hiermit für meine Geschichte, dass die LMU einen Ethik- und Geschichtsfokus hat.

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