Archiv für: Juni 2009

Hannas Welt

von Ines Sey E-Mail

Nun habe ich tatsächlich endlich mit dem Schreiben begonnen - mit dem Schreiben des eigentlichen Textes. Nicht nur mit den Charakterbeschreibungen wie die letzten Tage und Wochen.

Dabei fällt auf, dass noch unheimlich viele Details im Kopf fehlen so als ob bisher kaum etwas ausgearbeitet ist. Doch heute fiel mir eine witzige Analogie zu Hanna's Welt ein. Im Film Wallie wird ein Raumschiff gezeigt, auf dem viele Menschen leben. Diese Menschen sehen jedoch nur ihren Bildschirm vor sich und nichts weiter. Natürlich geht dieses Bild zu weit. Doch wird es der Leitfaden für Hannas Welt.

Jan wird jünger

von Ines Sey E-Mail

Jan soll jünger werden. In den ersten Posts wurde er ja als 24jähriger beschrieben. Das macht es allerdings schwieriger, wenn die beiden längere Zeit zusammen studieren/lernen sollen. Auch ist es noch schwieriger für Hanna, dass die beiden nur annähernd mal auf ein Niveau kommen, wenn er schon längere Zeit studiert. Deshalb werden die beiden sich früher kennen lernen während seines ersten Semesters. Da sie ca. 2 Jahre jünger als er ist, hat sie noch genügend Zeit, um aufzuholen. Obwohl genügend Zeit natürlich relativ ist, da sie nie eine formale Schulbildung genossen hat, sondern immer nur alles aufgesogen hat, was sie um sich herum gesehen hat. So hat sich Hanna auch selbst lesen und schreiben beigebracht und sie hat eine ganze Menge aus Büchern gelernt, die niemand haben wollte.

Deshalb lernen sich die beiden kennen, wenn er 19 und sie 17 ist.

Wieviel Konflikt verträgt ein Buch

von Ines Sey E-Mail

Es ist wirklich interessant, wie sich Gedanken weiter entwickeln. Momentan schreibe ich mal Biographien meiner Charaktere zusammen und stelle fest, dass schon mehr Konflikte angesprochen wurden als geahnt.

Zu Beginn lief alles auf den inneren Konflikt in Jan hinaus, in dem es ja darum ging, dass Jan nicht verstand, was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Er studiert zwar Mathematik, aber nur, weil er so an seiner Wunsch-Universität angenommen wurde. Er hadert mit seiner Entscheidung, weil er die Außenwirkung des Studiengangs nicht mag. Er achtet stark auf Meinungen anderer.

Gleichzeitig spielt Bildung eine große Rolle. Ein Volk, in dem Bildung unwichtig geworden ist, zerbricht daran. Eine junge nach Bildung Hungrige will dies ändern nachdem sie in einem anderen Land Auswirkungen von Bildung gesehen hat - wie gut es den anderen geht.

Gerade während ich dies hier schreibe, erscheint es mir gar nicht mehr so abwegig, beides darzustellen. Vielmehr kann beides miteinander kombiniert werden. So gewinnen beide Charaktere etwas. Er gewinnt Selbstvertrauen, welches er so nötig hat. Sie gewinnt Methoden, um ihrem Volk zu helfen. Hm, im ersten Moment erscheint es, dass sie viel mehr gewinnt. Allerdings könnte so dargestellt werden, dass nicht entscheidend ist, wie vielen Menschen geholfen wird - einem oder mehreren Millionen. Sondern es kommt vielmehr darauf an, rechte Mittel zum Helfen zu finden.

Erzählperspektive

von Ines Sey E-Mail

Beim Versuch ein paar Zeilen zu schreiben, fiel mir recht schnell auf, dass es recht schwierig war, die Erzählperspektive festzuzurren. Im ersten Moment strebte es nach objektivem Erzählen - einfach alles von außen zu betrachten. So erfährt der Leser alles. Mein Lieblingsautor Hermann Hesse hat dies häufig so gemacht. Auch wenn er das Leben eines einzelnen verfolgte, beschrieb Hesse es häufig in der dritten Person. Dennoch berühren mich seine Geschichten.

Wenn ich allerdings sonst in meinem Bücherregal stöbere, sind die meisten mich berührenden Geschichten in der Ich-Perspektive geschrieben. Mit berühren ist nicht faszinieren gemeint. Auch ein Harry Potter hat mich stark fasziniert. Berührt hat er mich allerdings nicht. Berührt dagegen hat mich z.B. Twilight (und das obwohl ich viel älter als die Zielgruppe bin). Twighlight zeigt dem Leser, was die Protagonistin denkt und fühlt. So ist es einfacher, sich in den Hauptdarsteller hineinzuversetzen. Und das bewegt. Meine Geschichte soll die Menschen ja zum Denken anregen. Dies funktioniert am besten, wenn sie berührt werden - sowohl emotional als auch geistig. Deshalb wird die Geschichte in der ICH-Perspektive geschrieben. Hauptdarsteller wird das junge Mädchen sein, die keine Bildung genossen hat, diese aber unbedingt ihrem Volk bringen möchte.

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