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Weitere Ausdifferenzierung der Agenda
Hanna arbeitet in ihrem Land als "Journalistin". Diesen Job hat Hauptdarstellerin schon als 14jährige bekommen, da Mädchen lesen konnte, was unüblich für ihr Land ist. So bestand ihre Aufgabe hauptsächlich darin geschriebene Worte von Magazinen aus anderen Ländern in Bilder umzusetzen bzw. vor der Kamera aufzuzeichnen. Als Hauptdarstellerin 17 ist, kommt Mädchen nach München, um dort den Stars & Sternchen aufzuspüren. Hauptdarstellerin soll Inhalte dem Publikum direkt vor Ort präsentieren. In München lernt Hanna Jan kennen. Irgendwann verliebt sich Mädchen so stark in Jan, dass Mädchen nicht wieder zurück nach Hause will. Hauptdarstellerin überredet ihren Verleger, als „Auslandskorrespondentin“ in München zu bleiben. Mittlerweile hat Mädchen dann auch gute Verbindungen, um tatsächlich immer an gute Stories heranzukommen. Ihr Alter sowie ihre Bildung sind jedoch immer wieder ein Problem. Jan gibt ihr Nachhilfe in allem, was Mädchen so braucht. Gleichzeitig beschließt Hauptdarstellerin, einen Schulabschluss zu machen, weil irgendwie immer jeder danach fragt. Beim ersten Mal nimmt Mädchen es zu leicht. Sie fällt durch. Angestochen von der Niederlage setzt sich Hanna auf den Hosenboden. Hauptdarstellerin übt gemeinsam mit Jan bis sie es schafft. Gemeinsam mit Jan diskutiert Hauptdarstellerin immer häufiger politische Probleme. Als Hauptdarstellerin ihrem Verleger damit kommt, über politische Probleme zu schreiben, winkt dieser nur ab. Keiner wird so etwas lesen wollen, sagt er. Gleichzeitig zeigt er jedoch mit dem, was er sagt, dass er keine Ahnung von all den ganzen Sachen hat. Hanna überredet ihn, dass Inhalte interessant verpackt werden können, so dass auch andere merken, wie spannend Hauptdarstellerin selbst Politik findet. Das kommt dann gut an. Beide diskutieren immer häufiger, was ein Land braucht. Sie landen schließlich bei einem guten Bildungssystem, weil dadurch Menschen fähig sind, sich selbst abzusichern, das zu tun, worauf Hauptdarstellerin Lust haben und all das. Hanna beschließt noch mehr zu schreiben. Dabei trifft nicht nur auf Freunde. Es gibt eine ganze Reihe Machtinhaber, die keine gebildeten Menschen wollen. Denn Bildung bedeutet Freiheit. Freiheit bedeutet Entscheidung. Entscheidung bedeutet Demokratie. Demokratie bedeutet, dass Macht der aktuellen Machtinhaber ganz einfach determiniert werden kann. Und davor haben Angst. Als Hanna oder ihr Verleger also in die Bredouille kommt, muss sie sich etwas Neues ausdenken. Hauptdarstellerin wird über soziale Netzwerke kommunizieren. Dort sensibilisiert Hauptdarstellerin Menschen für Bildung. Im ersten Schritt zeigt Hauptdarstellerin anderen in ihren Bildern, wie cool Bildung ist. Sie wird zuerst dabei zuerst das Ziel zeigen, wie frei Menschen mit Bildung sind. Im zweiten Schritt wird Hauptdarstellerin Menschen einfach ausbilden. Sie bringt ihnen mit ihren Bildern Lesen und Rechnen bei sowie alles, was man als vollmündiger Bürger so braucht. Sie wird das ganze per Guerilla-Marketing verbreiten. Hanna zwitschert nun fast rund um die Uhr im Netz. Nur so hat Hauptdarstellerin eine Chance, viele Menschen zu erreichen, ohne dass Machtinhaber ihr etwas anhaben kann. Sie wird ein „Untergrund-Netz“ aufbauen. Untergrund ist eigentlich falsch, weil es sich um ein virtuelles Netz handeln wird.
Schnell herunter geschriebener Anfang
Wir schreiben das Jahr 2009. Alles ist schlecht. FAZ veröffentlicht einen Artikel nach dem anderen, in dem immer wieder neue Krisen und GAUs hervorgerufen werden. Banken verlieren vertrauen, melden Insolvenz an – ebenso wie viele große Industrieunternehmen. Sie überleben – wenn sie überleben – nur durch die sichtbare Hand des Staates. Menschen verlieren Vertrauen. Wozu sollen sie überhaupt noch leben. Alle vorangegangene Jahre war es gut gewesen, aber nun scheint alles schlecht. Bei allen Pisa-Untersuchungen schneiden Deutsche schlecht ab. Wozu braucht man überhaupt noch Bildung. Es ist unklar. Man bekommt dadurch ja doch keinen Job. Es scheint doch viel einfacher, den ganzen Tag vor dem Fernseher oder dem Computer zu sitzen als sich in der Schule abzuquälen. Überhaupt macht alles keinen Sinn. Immer weniger Jugendliche besuchen freiwillig die Schule. Überhaupt, immer weniger Jugendliche besuchen die Schule. Es muss ein ganzer Polizeiapparat aufgebaut werden, um diese Jugendlichen ohne Perspektive zur Schule zu bugsieren.
Und da dachte ein kleiner schlauer Mann: Warum sollten wir alle Jugendliche zu Straftätern machen? Wäre es nicht viel leichter, einfach allen die Schule zu erlassen. Jugendliche sind froh. Polizisten sind froh. Und der Staat spart auch noch dabei. Das ist doch super…
Schulpflicht ohne Schule
Dank eines Kommentars bin ich darauf gestoßen worden, Schulpflicht näher zu beschreiben. Unter Schulfplicht sollen drei Verpflichtungen verstanden werden: 1. Staat trägt Sorge, dass Kinder etwas lernen 2. Eltern tragen Sorge, dass Kinder etwas lernen 3. Kinder müssen einen Teil ihrer Zeit dafür aufwenden, etwas zu lernen. Dabei ist die Organisation von Bildung bzw. Schulpflicht nebensächlich. Kinder müssen nicht zwingend zur Schule gehen, sondern können sich auch auf andere Art ihre Bildung/Wissen aneignen. Wichtig ist nur, dass der Staat in irgendeiner Form überprüft, dass Kinder sich diese Bildung/Wissen aneignen.
Gesellschaftliche Entwicklung ohne Schulpflicht
Was passiert, wenn Schulpflicht abgeschafft würde?
Im ersten Schritt gehen wahrscheinlich alle Jugendlichen, die eh keine Lust auf Schule haben, nicht mehr zur Schule. Im zweiten Schritt würden Kinder, deren Eltern wenig Wert auf schulische Bildung legen, nicht mehr eingeschult. So gäbe es langsam vermehrt Ungebildete. Gleichzeitig triften Unterschicht und Oberschicht stärker auseinander. Auch bei fehlender Schulpflicht gäbe es noch genügend Leute, die ihre Kinder zur Schule schicken. Allerdings würden das immer weniger werden. Vornehmlich kämen Kinder in den Genuss von Bildung, deren Eltern selbst gute Bildung genossen haben, Bildung als notwendig sowie befriedigend erachten. So gäbe es dann eine weiterhin gut ausgebildete kleine Elite und eine große Masse von gar nicht oder wenig gebildeten Menschen. Bei solch einer Entwicklung emigriert die geistige Elite wahrscheinlich, sofern im Ausland kein Einbruch im Bildungsniveau zu verspüren ist. Damit bliebe nur ein wirklich kleiner Teil von Wissensträgern im Land. Diese Wissensträger erhalten Wirtschaft/Technik weiterhin am Laufen. Meines Erachtens würde ein Wegfall der Schulpflicht nicht zum Mittelalter führen, sondern zum Mittelalter 2.0. Menschen können weiterhin Technologien anwenden. Technische Entwicklungen wären hauptsächlich Vereinfachungen vorhandenener Technik. Weniger häufig wären technologische Durchbrüche. Solche technologischen Entwicklungen könnten aber auch aus dem Ausland übernommen werden, so dass relativ wenig Menschen für Entwicklungen notwendig wären. Ein bisschen stelle ich mir Mittelalter 2.0 wie aktuelle Entwicklungen in Schwellenländern wie z.B. Peru vor.
04.07.09 01:01:19, 