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Schulpflicht ohne Schule
Dank eines Kommentars bin ich darauf gestoßen worden, Schulpflicht näher zu beschreiben. Unter Schulfplicht sollen drei Verpflichtungen verstanden werden: 1. Staat trägt Sorge, dass Kinder etwas lernen 2. Eltern tragen Sorge, dass Kinder etwas lernen 3. Kinder müssen einen Teil ihrer Zeit dafür aufwenden, etwas zu lernen. Dabei ist die Organisation von Bildung bzw. Schulpflicht nebensächlich. Kinder müssen nicht zwingend zur Schule gehen, sondern können sich auch auf andere Art ihre Bildung/Wissen aneignen. Wichtig ist nur, dass der Staat in irgendeiner Form überprüft, dass Kinder sich diese Bildung/Wissen aneignen.
Storyline - Bildung macht frei
So, nach langer Zeit, hab ich mich endlich auf den Hosenboden gesetzt und Storyline fürs Buchprojekt ausgearbeitet. Hier jetzt also mein Plot fürs Buchprojekt.
Erst in Kurzform:
1. Satter Gesellschaft erscheint Bildung unnötig
2. Gesellschaft hebt Schulpflicht auf
3. Gesellschaft verdummt, wählen Führer ohne Bildung
4. Demokratie erlahmt, Diktatur wird eingeführt
5. Gesellschaft geht es zunehmend schlechter
6. Intelligentes, wissbegieriges Mädchen geht auf Reisen
7. Mädchen lernt gebildeten Jungen kennen
8. Junge bringt ihr Bildung bei
9. Mädchen beschließt ihre Gesellschaft zu ändern
10. Mädchen baut Untergrundorganisation für Bildung auf
11. Mädchen lehrt Verwandten/Bekannten Bildung
12. Als Menge der Gebildeten in Gesellschaft groß genug, kommt es zum friedlichen Putsch
13. Demokratie, Schulen sowie Schulpflicht werden wieder eingeführt, Leben läuft gut
14. Happy End.
Jetzt in Langform:
Es wird eine Gesellschaft dargestellt, welche Tradition für Bildung hat. In dieser Gesellschaft geht es den Leuten ganz gut, Gesellschaft ist satt und zufrieden. Nur Kinder haben keine rechte Lust zur Schule zu gehen. Kinder verstehen Sinn darin nicht. Es gibt immer mehr Schulschwänzer. Um dieses Problem lösen, erlässt Gesellschaft einfach Schulpflicht. So verstößt auch niemand gegen eine Schulpflicht. Daraufhin gehen immer weniger Kinder zur Schule. Aufgrund von Schülermangel schließen viele Schulen. Daraufhin sinkt gesamtgesellschaftliches Bildungsniveau, was wiederum zur Folge hat, dass viele Fachkräfte fehlen. So schließen viele Unternehmen. Wirtschaftliche Situation verschlechtert sich. Ungebildete gründen eine Partei (Älteren wussten noch, wie Partei funktioniert). Ungebildetenpartei erhält viel Zulauf über Fernsehen/Radio. Fernsehen/Radio sind wichtigste Medien von Ungebildeten, denn jüngere Ungebildete können ja auch nicht lesen oder zumindest nur sehr schlecht. Ungebildetenpartei verspricht Gesellschaft, dass es ihnen bald besser gehen würde. Bald ist Ungebildetenpartei größte Partei der Gesellschaft. Ungebildete bestimmen gesellschaftliches Geschehen. Leiter der Ungebildetenpartei ruft Diktatur aus. Dagegen wehrt sich kaum jemand. Die wenigen, die es gestört hätte, verlassen das Land - Ungebildete waren froh, dass sie endlich anerkannt waren. Schulen werden nun verboten. Zeitungen eingestellt. Bücher kaum noch gedruckt. Gewalt steigt. Umweltverschmutzung steigt. Lebensqualität sinkt. Gerichte werden nebensächlich. Blutrache bestimmt das Leben.
In diese Gesellschaft wird nun ein intelligentes und neugieriges Mädchen hineingeboren. Auch wenn Reisen eigentlich verboten sind, läuft Mädchen immer wieder fort, um neue Dinge zu erkunden. Als Mädchen ungefähr 18 ist, geht sie weiter weg als je zuvor. Mädchen reist in anderes Land. Mädchen lernt andere Städte sowie anderes Leben kennen. In einer Stadt (ähnelt München) lernt Mädchen Jan kennen. Jan studiert ja dort im ersten Semester Mathematik. Ihn interessiert aber hauptsächlich Bildung. Beide verlieben sich ineinander. Von ihm lernt sie wie eine Demokratie funktioniert, wie Bildung funktioniert etc. Mädchen beschließt Verhältnisse in ihrer Heimat zu ändern. Mädchen und Jan haben Mut. Beide schleusen Bekannte in Jans Stadt, zeigen ihnen ihnen, wie Leben sein könnte. Mädchen gründet Untergrundpartei, durch die sie andere ausbildet. Es kommt zum Putsch, welcher irgendwie friedlich verlaufen sollte - soll ja gerade Bildung verdeutlichen. Zum Schluss übernehmen Gebildete Führung, Schulpflicht wird eingeführt. Wirtschaft erstarkt. Gesellschaft blüht auf.
Eltern als Träger von Bildung
Gerade gestern habe ich ja Eltern als Teil des Bildungssystems wegdefiniert, d.h. Eltern sind kein Teil des Bildungssystems. Interessanterweise gibt es gerade heute einen Blogartikel zum Thema, indem Ursula von der Leyens Meinung wieder gegeben wird: Eltern seien gefordert, ihren Kindern Nachdenken, Hinterfragen, Verstehen von Werten nahe zu bringen. Interessant...
Ausgestaltung Bildungssystem
Vor einigen Posts wurde Bildung als einer der drei Kernelemente vom Buchprojekt definiert. Im letzten Post wurde Bildung als Befähigung definiert, Wissen anzueignen, Wissen anzuwenden, eine eigene Meinung zu bilden und dementsprechen zu handeln. Aufgabe des Bildungssystems besteht darin, diese Befähigung zu lehren.
Wie aber muss ein Bildungssystem aussehen, um tatsächlich diese Befähigung zu vermitteln? Eigentlich müsste man damit beginnen, Elemente des Bildungssystems zu definieren. Hm, da fangen schon erste Überlegungen an... Gehören Eltern zum Bildungssystem? Wenn ja, beginnt Bildung eigentlich schon im Säuglingsalter mit den Eltern. Oder stellt das System nur organisiertes Lehren von Bildung dar? Da kommt es schon zur nächsten Frage auf... wie ist ein System zu begreifen? Systeme werden ja häufig als Lebensräume verstanden. Stellt also ein Bildungssystem den Lebensraum dar, in dem Bildung vermittelt wird? Muss dies organisiert sein? Hm, vielleicht kann man sich über das Wort System heranpirschen. Damit verwandt ist ja das Wort systematisch.
D.h. Bildungssystem wäre dann der Lebensraum, in dem Bildung systematisch vermittelt wird. Systematisch heißt mit einem Plan dahinter.
Meistens haben Eltern keinen genauen Plan, was ihr Kind zu welchem Zeitpunkt können sollte. Eltern prüfen ihre Kinder meist auch nicht gegen diesen Plan ab. D.h. Eltern fallen aus dem Bildungssystem raus. Spannend wird es natürlich, wenn man die Planüberprüfung in Frage stellt wie dies einige Pädagogen, Eltern etc. tun. Obwohl, die kreiden ja lediglich an, dass Kinder nicht gestresst werden sollen durch Überprüfungen. Allerdings kann eine solche Planüberprüfung ja stattfinden ohne dass Kinder überhaupt etwas davon merken. Somit bleibt es bei der These, es geht um systematische Vermittlung von Bildung. Wer sind die Elemente dieser systamatischen Vermittlung.
Derzeit sind dies im Groben (natürlich gibt es noch viele Unterkategorien):
Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Berufsschule, Universität, Fachhochschule, Berufsakademie, Volkshochschule (witziger Name, da Hochschule akademisches Niveau sugeriert - doch werden meist Grundlagenkurse angeboten).
Fürs Buchprojekt gilt es jetzt zu überlegen, ob oben genannte Elemente = Bildungsträger die richtigen Instrumente zur Vermittlung von Bildung darstellen. Wobei im ersten Schritt soll es egal sein, da sie alle Lebensalter abdecken - Ausgestaltung ist natürlich ein anderes Thema.
27.05.09 23:23:24, 