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Georg Augusta Universität Göttingen Spezialisierung
In den letzten Artikeln habe ich die HU Berlin und die LMU München vorgestellt. Nun ist die dritte Universität, die ich mir ausgesucht habe, dran und zwar die Georg Augusta Universität in Göttingen. Dafür fällt mir gar keine Abkürzung ein, denn keinen, den ich kenne würde GAU Göttingen sagen. Also wird es bei mir auch die Uni Göttingen sein.
Interessanterweise finde ich gerade auf der Startseite einen Hinweis, dass die Uni Göttingen schon die zweite Auslandsrepräsentanz eröffnet hat, erst in Indien und jetzt in China. So eine richtige Fächerspezialisierung konnte ich auch bei der Profilbeschreibung der Uni Göttingen nicht erkennen. Sie schreiben, dass sie sich als "international bedeutende Forschungsuniversität mit Schwerpunkten in der forschungsbasierten Lehre [versteht]. Sie zeichnet sich aus durch die Vielfalt ihrer Fächer insbesondere in den Geisteswissenschaften, durch die exzellente Ausstattung in den Naturwissenschaften sowie die herausragende Qualität ihrer Forschung in den profilgebenden Bereichen."
Das kann auch wieder alles oder nichts bedeuten. Ich werde es einfach als Hinweis sehen, dass sie die Geisteswissenschaften als erstes erwähnt haben. Dementsprechend schreibe ich der Uni Göttingen eine Spezialisierung in en Geisteswissenschaften insb. mit internationalem Bezug hat. Unter Geisteswissenschaften verstehe ich hier wie sie auch selbst in ihrem Leitbild mitteilen das kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben. Also sind die dahinter stehenden Fächer Kulturwissenschaften, Politik und Wirtschaft.
Ludwig Maximilian Universität München Spezialisierung
Das letzte Mal schrieb ich über die HU Berlin. Dabei musste ich feststellen, dass die Uni selbst keine wirkliche Spezialisierung erkennen ließ. Also habe ich ihr die Philosophie als Spezialisierung zugeschrieben.
Heute schaue ich mir die LMU München an. Auf den ersten Blick sehe ich auf ihren Seiten überhaupt keine Spezialisierung. In ihrem Selbstverständnis sagen sie "Als echte „universitas“ hat die LMU den Auftrag, für die zunehmend komplexer werdenden Zukunftsfragen um Mensch, Gesellschaft, Kultur, Umwelt und Technologie, fächerübergreifend problemorientierte Lösungsansätze zu entwickeln."
Gleichzeitig sagen sie aber auch: "Die Leitidee der „universitas“ steht auch für umfassende Bildung, die soziale Kompetenzen sowie kritisches Werte- und Geschichtsbewusstsein einschließt." Soziale Kompetenzen ist irgendwie Metawissen. Aber Werte kann ich klar der Ethik und Geschichte der Geschichte zuordnen. Ich mache es mir einfach und deklariere hiermit für meine Geschichte, dass die LMU einen Ethik- und Geschichtsfokus hat.
Humboldt Universität Berlin Spezifika
Laut eigener Aussage ist die HU Berlin auf Grundlagenforschung und auf sozial- und ökologisch ausgerichtete Anwendungsforschung. Hm, was heißt das. Zum Glück gibt es auf deren Seite einen Hinweis auf Forschungsschwerpunkte.
Jetzt, da ich reingeschaut habe, nehme ich das mit den Schwerpunkten zurück. Sie schreiben "Seit ihrer Gründung ist die Humboldt-Universität eine universitas litterarum und umfasst alle grundlegenden Wissenschaftsdisziplinen in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften, der Humanmedizin sowie den Agrarwissenschaften. Forschungsschwerpunkte spiegeln sich u.a. in den 17 Sonderforschungsbereichen bzw. 12 Graduiertenkollegs der DFG wieder, für die die Humboldt-Universität Sprecherhochschule ist. Maßgeblich beteiligt ist die Humboldt-Universität am DFG-Forschungszentrum Matheon. Um innovative Forschung über die Fachgrenzen hinweg zu befördern, haben wir zeitlich befristete Interdisziplinäre Zentren eingerichtet."
Da frage ich mich, was daran Schwerpunkt ist. Also werde ich mir für diese Uni einen ausdenken. Wenn ich an Humboldt denke, denke ich immer an Einführung der Universitäten und daran, dass er so ein Verfechter des Studiums generale war. Dieses war ja früher hauptsächlich durch Theologie und Philosophie geprägt. Erst wenn man eine Weile dies studiert hatte, konnte man sich weiter spezialisieren. Da fällt mir gerade auf, dass die meisten Bacherlor Studiengänge nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind - während der ersten 1-2 Jahre wird sich ein Student eher generalistisch ausbilden und sich erst dann spezialisieren. Nun kann man sich fragen, woran das liegt. Ich habe auf einer meiner vielen Reisen auch einmal ein paar amerikanisch Collegestudenten getroffen, die für mich eine perfekte Antwort darauf hatten. Sie hatten das Gefühl, dass ihnen im College das erste Mal Allgemeinbildung nahe gebracht wurden. Dort erst lernten sie Geographie wie wir sie aus der Schule kennen und auch erst Geschichte abseits der amerikanischen Geschichte. Daraufhin habe ich für mich die These gefunden, dass die ersten Collegejahre mit unserer Oberstufe im Gymnasium vergleichbar ist und deshalb auch der amerikanische Bachelor 4 Jahre dauern muss, während der deutsche 3 Jahre dauert.
Hm, nun bin ich ganz schön vom Thema abgewichen. Habe mich jetzt allerdings auch für eine Spezialisierung der HU Berlin entschieden und zwar - wer hätte das nach meinen Ausführungen auch jetzt nicht mehr vermutet - für Philosophie.
25.10.08 14:51:59, 