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Schnell herunter geschriebener Anfang

von Ines Sey E-Mail

Wir schreiben das Jahr 2009. Alles ist schlecht. FAZ veröffentlicht einen Artikel nach dem anderen, in dem immer wieder neue Krisen und GAUs hervorgerufen werden. Banken verlieren vertrauen, melden Insolvenz an – ebenso wie viele große Industrieunternehmen. Sie überleben – wenn sie überleben – nur durch die sichtbare Hand des Staates. Menschen verlieren Vertrauen. Wozu sollen sie überhaupt noch leben. Alle vorangegangene Jahre war es gut gewesen, aber nun scheint alles schlecht. Bei allen Pisa-Untersuchungen schneiden Deutsche schlecht ab. Wozu braucht man überhaupt noch Bildung. Es ist unklar. Man bekommt dadurch ja doch keinen Job. Es scheint doch viel einfacher, den ganzen Tag vor dem Fernseher oder dem Computer zu sitzen als sich in der Schule abzuquälen. Überhaupt macht alles keinen Sinn. Immer weniger Jugendliche besuchen freiwillig die Schule. Überhaupt, immer weniger Jugendliche besuchen die Schule. Es muss ein ganzer Polizeiapparat aufgebaut werden, um diese Jugendlichen ohne Perspektive zur Schule zu bugsieren.

Und da dachte ein kleiner schlauer Mann: Warum sollten wir alle Jugendliche zu Straftätern machen? Wäre es nicht viel leichter, einfach allen die Schule zu erlassen. Jugendliche sind froh. Polizisten sind froh. Und der Staat spart auch noch dabei. Das ist doch super…

Schulpflicht ohne Schule

von Ines Sey E-Mail

Dank eines Kommentars bin ich darauf gestoßen worden, Schulpflicht näher zu beschreiben. Unter Schulfplicht sollen drei Verpflichtungen verstanden werden: 1. Staat trägt Sorge, dass Kinder etwas lernen 2. Eltern tragen Sorge, dass Kinder etwas lernen 3. Kinder müssen einen Teil ihrer Zeit dafür aufwenden, etwas zu lernen. Dabei ist die Organisation von Bildung bzw. Schulpflicht nebensächlich. Kinder müssen nicht zwingend zur Schule gehen, sondern können sich auch auf andere Art ihre Bildung/Wissen aneignen. Wichtig ist nur, dass der Staat in irgendeiner Form überprüft, dass Kinder sich diese Bildung/Wissen aneignen.