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Das Studienfach von Jan

von Ines Sey E-Mail

In den letzten Einträgen habe ich die Spezialisierungen der Unis beschrieben, bei denen sich Jan bewirbt und er wird darauf hoffen bei einer der drei auch in den Spezialitäten genommen zu werden. Stattdessen wird er aber bei allen drei Unis in einem Naturwissenschaftlichen Fach angenommen. Welches Fach ist wohl ein Fach, vor dem alle Schiss haben und es deshalb nicht studieren wollen. Irgendwie liegt Mathematik nahe. Außerdem habe ich selbst einmal ein Semester Mathematik studiert und kann zumindest ein bisschen was darüber erzählen. Alles andere muss ich mir wohl von einer Freundin von mir zusammenglauben. Sie hat es komplett bis zum Ende studiert, wenn auch auf Lehramt und nicht wie ich ursprünglich auf Diplom. Da sie aber immer wieder betonte, dass sie kaum Pädagogik, sondern hauptsächlich Fachkurse an der Uni hatte, wird sie wohl ein guter Ratgeber sein.

Da fällt mir auf, dass ich einige Mathematiker kenne. Da muss ich mich doch schon wieder fragen, wieso ich es damals aufgegeben habe... Na ja, wenn ich darüber nachdenke, fällt es mir wieder wie Schuppen von den Augen... man braucht eine ungeheuerliche Geduld und hohe Frustrationstoleranz. Ich bin ja recht kreativ, aber es hat mich echt angenervt, wenn ich irgendeine Beweisidee hatte, den ganzen Beweis dann zu führen, um nach einer viertel Stunde oder noch länger rumrechnen und umstellen festzustellen, dass meine Idee nicht funktionierte und mir dann wieder eine neue auszudenken. Ich weiß nicht, wie viele Ideen ich im Durchschnitt benötigte, um mal einen Beweis komplett durchzuführen, aber es waren genug. Nein, es waren zu viele für meine Geduldsspanne.

Jan wird jedoch etwas geduldiger sein, aber er wird unter anderem deshalb das Fach nicht mögen. Er wird es allerdings bis zum Ende durchziehen. Und er wird erfolgreich sein, so dass er erhobenen Hauptes aus dem Studium gehen kann. Am Anfang wird er jedoch geknickt sein, weil Mathematik so gar nicht das war, was er eigentlich studieren wollte.

Jans Studium

von Ines Sey E-Mail

In einem Artikel ist ein Universitätssystem entwickelt worden, in dem der einzelne nicht entscheidet, was er studiert, sondern nur wo er studieren will. Die betreffende Uni wird demjenigen, der einen Aufnahmetest bestanden hat, dann ein Studienfach oder eine Studienfachkombination vorschlagen.

Jan hat sich für sein Studium dafür entschieden, dass er möglichst viel Auslandserfahrung sammeln kann. Deshalb hat er sich bei drei Unis beworben, die ihm genau das bieten. Alle drei sind sogenannte Eliteunis. Sie haben eine Historie mit vielen erfolgreichen Alumni. Auch haben sie viel Geld, so dass sie ihren Studenten eine gute Studiensituation bieten können.

Das trifft zwar auf folgende Unis nur bedingt zu, aber mit allen drei Namen verbinde ich etwas herrschaftliches, etwas Großes, eine große Historie eben. Diese Unis werden Humboldt Universität in Berlin, Ludwig-Maximilian Universität in München und Georg Augusta Universität in Göttingen sein. Alle drei Unis sind zwar Volluniversitäten, aber haben einen Schwerpunkt. Davon aber mehr in den nächsten Artikeln. Dafür ist auch etwas Research notwendig.

Fragen um die Charaktere

von Ines Sey E-Mail

Vor ein paar Tagen hab ich meine beiden Figuren Jan und Terri getauft. Jetzt müssen sie zum Leben erweckt werden. Sie brauchen eine Vergangenheit. Schließlich sind sie schon in ihren zwanzigern oder dreißigern. So genau ist das noch nicht klar. Als sich die beiden treffen sollten sie noch studieren, da sie sich wie schon vor ein paar Tagen beschrieben sich auf einer Studentenparty treffen werden. Hm, wie alt sind wohl typische Studenten heute? Studieren sie auf Bachelor, Master oder noch im alten System auf Diplom, Magister oder Staatsexamen? Und welches Fach studieren sie? Wie auch schon früher erwähnt wird sich Jan unsicher sein in dem, was er studiert. Studieren die beiden überhaupt in Deutschland? Nein. Das werden sie nicht. Zumindest einer von ihnen nicht. Irgendwie würde ich die Geschichte gerne nach Frankreich verlegen - fühl mich gerade dazu hingezogen - vielleicht weil ich gestern Taucherglocke und Schmetterling gesehen habe. Das ist ein wirklich gewaltiger Film. Traurig und doch macht er Mut. Andererseits kenne ich Frankreich gar nicht so gut. War in meinem Leben bisher erst drei oder vier Wochen in Frankreich und das noch nicht mal am Stück und ich spreche die Sprache nicht richtig. Aber vielleicht sollte ich dieses Jahr einen Urlaub nach Frankreich unternehmen - so ein Projekt wäre eine ganz gute Gelegenheit dafür....

Fremdbestimmung

von Ines Sey E-Mail

In meinem letzten Beitrag habe ich den Anfang eines Charakters aufgeworfen. Dabei kam ich auf die Idee, jemanden zu kreieren, der etwas studiert und dessen Sinn nicht wirklich erkennt bis er jemandem begegnet, der es toll findet, was er macht.

Wie sieht nun diese Person aus. Zu Beginn ist es jemand, der nur studiert. Er mag sein Studienfach nicht besonders, weil er es doof findet. Er findet es deshalb doof, weil er denkt, dass andere es doof finden könnten bzw. er erwartet, dass es andere doof finden. Hm, aber wenn er es doof findet, wieso studiert er es denn dann? Vielleicht haben ihn seine Eltern dazu überredet. Oder, vielleicht gibt es eine staatliche Stelle, die jedem, der studieren will, einen Studienplatz zuweisen aufgrund seiner Fähigkeiten. Oder vielleicht ist es auch die Universität. Ja, das klingt ganz gut. Es herrscht ein System vor, in dem man sich bei den Unis seiner Wahl bewirbt und dort einen Aufnahmetest machen muss. Man bewirbt sich aber nicht direkt für ein Studienfach, sondern einfach allgemein an der Uni. Der Aufnahmetest ist sehr allgemein und er dient dazu, die Stärken von potenziellen Studenten zu identifizieren. Dann entscheidet die Uni, ob sie denjenigen aufnehmen will und für welches Studienfach. Der Bewerber erhält dann entweder eine Absage oder eine Zusage für ein bestimmtes Studienfach. Nun kann der Bewerber sich zwar entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder nicht, aber im Zweifel ist es in dem System, in dem er lebt, wichtiger an welcher Uni er studiert hat als was er studiert hat. Unser Charakter hat sich also an einer sehr guten Uni beworben und ist in einem Fach angenommen worden, von dem die Uni denkt, dass er das gut kann. Das war halt ein Studienfach, das er selbst als eher fad ansah bzw. wie schon oben erwähnt denkt, dass alle es als ein fades Studienfach ansehen…

So jetzt hab ich schon die ganze Zeit von “er” gesprochen. Es war eigentlich nicht meine Absicht, der Person schon ein Geschlecht zuzuordnen, aber scheinbar gab es in meinem Gedankenfluss schon so etwas wie einen Freud’schen Versprecher. Also bleibe ich jetzt auch beim er. Ich hab auch schon einen Namen: Jan.