Umsonst geschriebene Seiten

von Ines Sey E-Mail

Seit Tagen bastle ich nun an einem Kapitel, in dem Hauptdarstellerin Hanna mit 9 Jahren lesen lernt bzw. es sich selbst bei bringt. Dies macht sie, indem sie auf dem Dachboden Bücher findet, darunter auch eine Fibel. In einem solchen Buch kann man durch Zusammenbringen von Bildern und Wörtern schon lesen lernen. Wie dem auch sei, Hanna lernt es bzw. will es lernen. Problem: Hauptdarstellerin wird ständig von ihrer Nanny betreut. Im gleichen Kapitel versucht Protagonistin also Ihre Nanny loszuwerden. So weit so gut.

Doof nur, dass selbst in einer Gesellschaft, in der Lesen eher verpönt ist und es keine Schulpflicht gibt, immer noch genügend wohlhabende gibt, die ihre Kinder durchaus unterrichtet sehen wollen. Hm, wenn also Hannas Vater genügend Geld hat, um eine Rund-um-Betreuung für Hanna sicher zu stellen, würde er doch sicherlich auch an einer guten Ausbildung interessiert sein, oder zumindest an irgendeiner Ausbildung statt sein Kind den ganzen Tag nur spielen zu lassen.

Mal sehen wie sich die Dachbodenszenen anders verwerten lassen. Mal sehen, wie der Plot dann gestaltet ist, wenn davon ausgegangen werden muss, dass Hauptdarstellerin durchaus eine formale Bildung genossen hat. Oder wie eine Hauptdarstellerin ohne formale Bildung aus gutem Hause logisch verargumentiert werden kann.

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2 Kommentare

Kommentar from: nancy [Besucher] E-Mail
Hallo,

ich weiß nicht, inwiefern die Nanny schon in deine Geschichte eingebettet ist, aber vielleicht wäre es günstiger eine Bekannte/Verwandte, z.B. die Großmutter zu nehmen. Da wäre dann klar, dass sich die Familie eine Nanny nicht leisten kann. Ansonsten könntest du natürlich kulturelle/religiöse/weltanschauliche Gründe davor schieben, doch es könnte komplizierter werden, dies glaubhaft herüberzubringen.

Lieben Gruß
Nancy
26.08.09 @ 23:39
Kommentar from: Ines Sey [Mitglied] E-Mail · http://www.inessey.de
Hallo Nancy,

das ist eine super Idee. Es passt viel besser. Dann hätte ich nicht das Geldproblem. Allerdings wäre dann die Frage, wie ich sie wieder los werde, wenn Hanna dann lesen lernen will... Obwohl, jede Oma hätte gerne auch ein paar Stunden für sich allein.

Danke.

Lieben Gruß, Ines
02.09.09 @ 22:49

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